Taxi for Two

Veröffentlicht auf von Ursu

Dinner for one (Kapitel I)

Taxi for Two (Kapitel II)

Auf dem Weg nach Oben bemerke ich die Anspannung in deinen Muskeln. Durch die Ungewissheit was nun mit dir geschehen würde, hast du dich verkrampft und ich wollte das du das Folgende genießen kannst. Langsam lasse ich dich auf das große Bett im Schlafzimmer gleiten. Dir gefällt der Duft den das frisch bezogene Bett verströmt und du räkelst dich darauf wie eine Katze. Ich genieße diesen Anblick nur kurz, dann drehe ich dich auf den Bauch und fessle deine Arme an das obere Bettende.

Der Ober bringt uns deinen Mantel und wir verlassen gemeinsam das Restaurant. Draussen ist es für diese Jahreszeit relativ mild und doch spüre ich wie ein Zittern durch deinen Körper geht als ein kühler Windhauch deine Haare durcheinander wirbelt. Ich ertappe mich selber dabei, wie ich sogar die anschließende Bewegung deines Kopfes, um die Haare aus dem Gesicht zu schütteln, anziehend und höchst anregend finde. Ich rufe uns mit dem Handy ein Taxi und beobachte dich. Vor meinem inneren Auge spielen sich bereits Szenen ab, von denen du bisher nur geträumt hast - Träume die ich zu erfüllen gedenke, heute nacht - und hoffentlich auch in Zukunft.

Dein Körper kommt zur Ruhe und du wartest darauf, dass etwas passiert - das ich etwas mit dir tue. Ich hauche dir einen Kuss auf deine Wange - kaum eine echte Berührung, mehr ein kleines Versprechen, die Vorfreude in dir weckend - dann verlasse ich den Raum leise und ohne große Hast. Dein Körper ist wieder angespannt, du fühlst dich verlassen, unwohl weil du dir meine Berührungen wieder herbeiwünscht, du nicht mehr allein sein willst. Du bist dir nicht sicher, zweifelst noch und versuchst diese Gedanken aus deinem Kopf zu verbannen. "Ich kenne ihn doch noch garnicht!", "Er spielt doch nur mit mir!" - diese und andere Gedanken schwirren durch deinen Kopf, bereiten dir unbehagen und du wirst unsicher - mit jeder Sekunde, die vergeht werden die Zweifel größer, wird die Hoffnung, nein, das Verlangen nach meine Rückkehr größer.

Als das Taxi endlich da ist, steigen wir beide ein und ich gebe der Taxifahrerin unser Ziel. Du wirkst verwundert, denn mein Haus steht in einer Gegend, wo größtenteils Familien wohnen. Sofort zweifelst du daran, ob ich dir die Wahrheit über mich erzählte, ob ich nicht vielleicht in Wirklichkeit ein Familienvater bin, der in Abwesenheit seiner Frau eine Affäre sucht, oder sogar nur einen One Night Stand. Ich merke dein wachsendes Unbehagen als sich das Taxi in Bewegung setzt. "Ich habe das Haus geerbt, es liegt recht abgelegen und ist sehr alt. Ich bin nicht und war nie verheiratet und habe auch keine Kinder. Ich hoffe das beruhigt dich ein wenig." versuche ich dich zu beruhigen. Verwundert schaust du mich an - du hattest doch noch garnichts gesagt, woher konnte ich also wissen was du denkst? Ich lächle dich an, nehme deine Hand und küsse sie. Deine Antwort ist so schön und bezaubernd, wie ich sie mir nur vorstellen kann: "Entschuldige das ich dir nicht vertraut habe, Meister."

Als ich den Raum wieder betrete bemerke ich erfreut, dass du diesen Moment wohl herbeigesehnt hast. Dein ganzer Körper entspannt sich merklich, als du wieder meine Stimme vernehmen kannst. Ich komme zurück ans Bett und küsse dich auf die Schulter. Sofort zeigt sich eine Reaktion, denn schon wieder kontrahiert sich deine Rückenmuskulatur. Für das was ich mit dir vor habe musst du vollkommen entspannt sein und was könnte besser helfen, als eine Massage? Ich nehme das Fläschen Massageöl, das ich aus dem Badezimmer geholt habe, und tropfe ganz vorsichtig ein wenig davon auf verschiedene Stellen deines Rückens. Du riechst den angenehmen Duft von Rosenblüten und ich merke wie du dich bereits darauf freust, wieder von mir berührt zu werden. Mit jedem Tröpfchen wird deine Vorfreude größer und du ahnst garnicht, wie groß meine erst ist.

Während der Fahrt reden wir nicht viel - wir verstehen uns auch so. Mit Blicken zeigen wir uns gegenseitig Zustimmung oder Abneigung gegenüber Dingen, die wir meinen in den Blicken des anderen erkannt zu haben. Es ist ein Spiel, das mir ganz genau zeigt, das du mir vertraust, das du bereit bist, dich in meine Arme zu geben und dich mir zu schenken. Oh, wie wenig weisst du noch über mich - wie wenig verstehst du, worum es mir geht. Doch bald wirst du bemerken, dass ich dich nicht besitzen muss - dass ich doch viel lieber mich dir schenken will um dein Herr zu sein und dir deine Träume zu erfüllen.

Meine Hände berühren deine Schultern und verteilen das Öl in fast rythmischen Bewegungen auf deiner wundervollen weichen Haut. Erst kreisen meine Handflächen auf deinen Schulterblättern, nur damit sie dann weiter nach unten bis auf deine Hüften gleiten. Jede Berührung und jede noch so kleine Reaktion deines Körpers darauf lässt mich glücklich und wissend lächeln. Ich sitze nun über deinen Oberschenkeln und deine Haut leuchtet im Schein der Kerzen, die ich vorhin zusammen mit dem Öl ins Zimmer gebracht habe. Dein Körper windet sich unter den Berührungen meiner Hände, ich spüre wie du dich langsam entspannst und dich gehen lässt - je fester meine Finger deine Muskeln kneten, desto wohliger werden deine Seufzer und dein Atem wird schneller.

Das Taxi biegt in meine Einfahrt ein und ich bezahle. Die Taxifahrerin grinst mich wissend an aber ich erwiedere ihren Blick nur mit Abneigung. Sie hat keine Ahnung, du bist für mich nicht irgendeine Frau, die ich abschleppe um sie zu verführen, du bist mehr als das, weit mehr - und das wusste ich sofort. Ich gebe nur wenig Trinkgeld und beschließe für das nächste mal ein anderes Taxiunternehmen zu wählen. Du wartest bereits vor dem Haus und betrachtest es. Ich hatte dir ja gesagt, dass das Haus sehr alt ist. Es gleicht mehr einer Villa aus vergangener Zeit, als einem modernen Haus und darüber bin ich auch ganz froh. Ich lege dir den Arm um die Schulter, gebe dir einen kurzen Kuss auf die Wange und führe dich langsam aber bestimmt in Richtung Haustür.

Meine Finger gleiten über deinen Körper und ich bemerke langsam, wie deine neu gefundene Entspannung etwas neuem weicht. Lust lässt deinen Körper erbeben als meine Hände weiter nach unten gleiten und deinen Hintern massieren. Meine Finger gleiten auf die Innenseite deiner Schenkel und spreizen sie leicht. Du windest dich und schmeisst deinen Oberkörper nach hinten vor Verlangen, doch durch deine Handfesseln kannst du dich nicht zu mir umdrehen. "Geduld, meine kleine Raubkatze, Geduld..." versuche ich dich zu beruhigen. "Nimm mich, Meister - ich gehöre dir, nur dir allein.", ist deine Antwort, die mehr einem Flehen gleicht, als einer Feststellung.

Alexander "Ursu" Jakobi
24. Januar 2010


Veröffentlicht in Kurzgeschichten

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Archi 02/11/2010 09:01


Moin,
ein Stöckchen für dich liegt in meinem Blog.
lg Archi


kuri 02/04/2010 13:08


Wenn interesse da ist sich auszutauschen, dann eine eMail an: kuriosi1@hotmail.com *wäre schön*


kuri 02/04/2010 10:40


Kopfkino ist ne schöne sache...grins..lese mal auf: www.intimes.over-blog.de...vieleicht springt dein Kino wieder an!


Ursu 02/04/2010 12:39


Interessant - schau ich mir gerne ma genauer an. :-)


kuri 02/03/2010 22:59


Toll geschrieben, toll zu lesen! Alles selber "erfunden; erlebt"? Diese Art zu schreiben gefällt mir sehr! Macht Lust es zu lesen!


Ursu 02/04/2010 03:10


Selbst geträumt *lach* ... alles aus meinem Kopfkino irgendwo. Teil #3 sollte auch bald geschrieben werden, allerdings brauch ich dafür die richtige Motivation - und die hat man halt nicht immer.