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Sonntag, 24. januar 2010 7 24 /01 /2010 02:20
Dinner for one (Kapitel I)

Taxi for Two (Kapitel II)

Auf dem Weg nach Oben bemerke ich die Anspannung in deinen Muskeln. Durch die Ungewissheit was nun mit dir geschehen würde, hast du dich verkrampft und ich wollte das du das Folgende genießen kannst. Langsam lasse ich dich auf das große Bett im Schlafzimmer gleiten. Dir gefällt der Duft den das frisch bezogene Bett verströmt und du räkelst dich darauf wie eine Katze. Ich genieße diesen Anblick nur kurz, dann drehe ich dich auf den Bauch und fessle deine Arme an das obere Bettende.

Der Ober bringt uns deinen Mantel und wir verlassen gemeinsam das Restaurant. Draussen ist es für diese Jahreszeit relativ mild und doch spüre ich wie ein Zittern durch deinen Körper geht als ein kühler Windhauch deine Haare durcheinander wirbelt. Ich ertappe mich selber dabei, wie ich sogar die anschließende Bewegung deines Kopfes, um die Haare aus dem Gesicht zu schütteln, anziehend und höchst anregend finde. Ich rufe uns mit dem Handy ein Taxi und beobachte dich. Vor meinem inneren Auge spielen sich bereits Szenen ab, von denen du bisher nur geträumt hast - Träume die ich zu erfüllen gedenke, heute nacht - und hoffentlich auch in Zukunft.

Dein Körper kommt zur Ruhe und du wartest darauf, dass etwas passiert - das ich etwas mit dir tue. Ich hauche dir einen Kuss auf deine Wange - kaum eine echte Berührung, mehr ein kleines Versprechen, die Vorfreude in dir weckend - dann verlasse ich den Raum leise und ohne große Hast. Dein Körper ist wieder angespannt, du fühlst dich verlassen, unwohl weil du dir meine Berührungen wieder herbeiwünscht, du nicht mehr allein sein willst. Du bist dir nicht sicher, zweifelst noch und versuchst diese Gedanken aus deinem Kopf zu verbannen. "Ich kenne ihn doch noch garnicht!", "Er spielt doch nur mit mir!" - diese und andere Gedanken schwirren durch deinen Kopf, bereiten dir unbehagen und du wirst unsicher - mit jeder Sekunde, die vergeht werden die Zweifel größer, wird die Hoffnung, nein, das Verlangen nach meine Rückkehr größer.

Als das Taxi endlich da ist, steigen wir beide ein und ich gebe der Taxifahrerin unser Ziel. Du wirkst verwundert, denn mein Haus steht in einer Gegend, wo größtenteils Familien wohnen. Sofort zweifelst du daran, ob ich dir die Wahrheit über mich erzählte, ob ich nicht vielleicht in Wirklichkeit ein Familienvater bin, der in Abwesenheit seiner Frau eine Affäre sucht, oder sogar nur einen One Night Stand. Ich merke dein wachsendes Unbehagen als sich das Taxi in Bewegung setzt. "Ich habe das Haus geerbt, es liegt recht abgelegen und ist sehr alt. Ich bin nicht und war nie verheiratet und habe auch keine Kinder. Ich hoffe das beruhigt dich ein wenig." versuche ich dich zu beruhigen. Verwundert schaust du mich an - du hattest doch noch garnichts gesagt, woher konnte ich also wissen was du denkst? Ich lächle dich an, nehme deine Hand und küsse sie. Deine Antwort ist so schön und bezaubernd, wie ich sie mir nur vorstellen kann: "Entschuldige das ich dir nicht vertraut habe, Meister."

Als ich den Raum wieder betrete bemerke ich erfreut, dass du diesen Moment wohl herbeigesehnt hast. Dein ganzer Körper entspannt sich merklich, als du wieder meine Stimme vernehmen kannst. Ich komme zurück ans Bett und küsse dich auf die Schulter. Sofort zeigt sich eine Reaktion, denn schon wieder kontrahiert sich deine Rückenmuskulatur. Für das was ich mit dir vor habe musst du vollkommen entspannt sein und was könnte besser helfen, als eine Massage? Ich nehme das Fläschen Massageöl, das ich aus dem Badezimmer geholt habe, und tropfe ganz vorsichtig ein wenig davon auf verschiedene Stellen deines Rückens. Du riechst den angenehmen Duft von Rosenblüten und ich merke wie du dich bereits darauf freust, wieder von mir berührt zu werden. Mit jedem Tröpfchen wird deine Vorfreude größer und du ahnst garnicht, wie groß meine erst ist.

Während der Fahrt reden wir nicht viel - wir verstehen uns auch so. Mit Blicken zeigen wir uns gegenseitig Zustimmung oder Abneigung gegenüber Dingen, die wir meinen in den Blicken des anderen erkannt zu haben. Es ist ein Spiel, das mir ganz genau zeigt, das du mir vertraust, das du bereit bist, dich in meine Arme zu geben und dich mir zu schenken. Oh, wie wenig weisst du noch über mich - wie wenig verstehst du, worum es mir geht. Doch bald wirst du bemerken, dass ich dich nicht besitzen muss - dass ich doch viel lieber mich dir schenken will um dein Herr zu sein und dir deine Träume zu erfüllen.

Meine Hände berühren deine Schultern und verteilen das Öl in fast rythmischen Bewegungen auf deiner wundervollen weichen Haut. Erst kreisen meine Handflächen auf deinen Schulterblättern, nur damit sie dann weiter nach unten bis auf deine Hüften gleiten. Jede Berührung und jede noch so kleine Reaktion deines Körpers darauf lässt mich glücklich und wissend lächeln. Ich sitze nun über deinen Oberschenkeln und deine Haut leuchtet im Schein der Kerzen, die ich vorhin zusammen mit dem Öl ins Zimmer gebracht habe. Dein Körper windet sich unter den Berührungen meiner Hände, ich spüre wie du dich langsam entspannst und dich gehen lässt - je fester meine Finger deine Muskeln kneten, desto wohliger werden deine Seufzer und dein Atem wird schneller.

Das Taxi biegt in meine Einfahrt ein und ich bezahle. Die Taxifahrerin grinst mich wissend an aber ich erwiedere ihren Blick nur mit Abneigung. Sie hat keine Ahnung, du bist für mich nicht irgendeine Frau, die ich abschleppe um sie zu verführen, du bist mehr als das, weit mehr - und das wusste ich sofort. Ich gebe nur wenig Trinkgeld und beschließe für das nächste mal ein anderes Taxiunternehmen zu wählen. Du wartest bereits vor dem Haus und betrachtest es. Ich hatte dir ja gesagt, dass das Haus sehr alt ist. Es gleicht mehr einer Villa aus vergangener Zeit, als einem modernen Haus und darüber bin ich auch ganz froh. Ich lege dir den Arm um die Schulter, gebe dir einen kurzen Kuss auf die Wange und führe dich langsam aber bestimmt in Richtung Haustür.

Meine Finger gleiten über deinen Körper und ich bemerke langsam, wie deine neu gefundene Entspannung etwas neuem weicht. Lust lässt deinen Körper erbeben als meine Hände weiter nach unten gleiten und deinen Hintern massieren. Meine Finger gleiten auf die Innenseite deiner Schenkel und spreizen sie leicht. Du windest dich und schmeisst deinen Oberkörper nach hinten vor Verlangen, doch durch deine Handfesseln kannst du dich nicht zu mir umdrehen. "Geduld, meine kleine Raubkatze, Geduld..." versuche ich dich zu beruhigen. "Nimm mich, Meister - ich gehöre dir, nur dir allein.", ist deine Antwort, die mehr einem Flehen gleicht, als einer Feststellung.

Alexander "Ursu" Jakobi
24. Januar 2010


von Ursu - veröffentlicht in: Kurzgeschichten - Community: Erotische Geschichten
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Sonntag, 17. januar 2010 7 17 /01 /2010 18:25
"Für mich war immer klar, das manche Bücher eine Seele besitzen", sagte der Mann im schwarzen Anzug und dem weissen Hut.
"Nehmen wir dieses hier zum Beispiel." Er hält ein altes in Leder gebundenes Buch nach oben und kümmert sich aber nicht weiter darum ob sein Publikum den Titel des Buches erkennt. "Ich bekam es zu meinem 18. Geburtstag geschenkt und habe es bisher noch nie zu Ende gelesen. Es war für mich immer ein Zeichen dafür das ich älter werde, ein Zeichen für Verfall, und wenn ich es lesen würde, wäre ich erwachsen. Trotzdem blättere ich gerne darin, schnuppere gerne in das Erwachsensein. Ich weigere mich aber meine Jugend abzugeben, weigere mich diesen Schritt zu gehen der alles verändern würde."
Er machte eine kurze Pause und blickte in die Gesichter der Zuschauer, die Stille im Raum wurde recht schnell unangenehm, wieso der Mann die Pause dann absichtlich verlängerte, wartend auf eine Reaktion. Er bekam keine.
"Ich habe in meinem doch schon recht langen Leben viele Bücher geschrieben. Viele Bücher die gelesen wurden, viele die nie veröffentlicht wurden, sei es weil sie mir nicht gefielen oder meinen Verlegern. Doch alle meine Bücher hatten eine Seele, sie hatten einen Grund und ultimativ sollten sie das Leben der Menschen, die sie lesen verändern. Während ich hier stehe und zu ihnen rede wird mein letztes Werk gerade bereit gemacht für den weltweiten Verkaufsstart. Ich sage bewusst 'Mein letztes Werk', denn es werden keine mehr folgen."
Wieder herrschte Stille im Raum, kein Raunen ging durch die Reihen der Zuschauer, kein Seufzen, keine Aufschreie entsetzter Buchkritiker. Nach wenigen Sekunden hat der Mann am Rednerpult wieder das kleine Lederbuch in seiner Hand, hält es hoch, und verkündet: "Dies ist mein letztes Werk, wie sie erkennen können, ist es das selbe, dass ich zu meinem 18ten Geburtstag geschenkt bekam. Dies, meine Herren, ist meine Seele, auf Papier gebannt, in Leder gebunden, und für immer festgehalten um das Leben der Menschen, die daraus lesen zu verändern. Dies ist mein Tagebuch. Danke."
Der Mann nahm seinen Mantel von einem Stuhl hinter sich, steckte das Buch in eine der Innentaschen, zog ihn an und setzte sich auf den Stuhl und blickte in die Zuschauerreihen.
Die Stille im Raum endete plötzlich, als der Mann seine Augen schloss, es kehrte Leben in die Reihen der befreundeten Autoren, Kritiker und Reporter. Es war als hätte man ihnen wieder Leben eingehaucht, hätte ihnen etwas unglaublich wertvolles gezeigt, den schon bald vibrierte der Raum von den lebendigen, freudigen und interessierten Gesprächen über das gerade erlebte und diesen historischen Augenblick. Niemand von ihnen bemerkte aber, dass der Mann seine Augen nicht mehr öffnete.


Alexander "Ursu" Jakobi
17.01.2010
von Ursu - veröffentlicht in: Kurzgeschichten - Community: gut ausgedrückt
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Samstag, 16. januar 2010 6 16 /01 /2010 00:13
Schlaft gut und ein schönes Wochenende wünsche ich.

bärige Grüße
Ursu
von Ursu - veröffentlicht in: Gedanken
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Sonntag, 10. januar 2010 7 10 /01 /2010 01:42
die maske zeigt
mein angesicht
ein lächeln
fast unwesentlich

die maske zeigt
so soll es sein
die lügen nur
für dich allein

die maske zeigt
ob tag ob nacht
nur was sie soll
nicht was sie bewacht

die maske zeigt
nichts von belang
ich trag sie täglich
wie ein zwang

die maske zeigt
sie ganz allein
nicht das was ist
so sollts nicht sein

die maske zeigt
nicht mich
die maske zeigt nur
euer mich
von Ursu - veröffentlicht in: Gedanken - Community: Anders ist auch nicht anders.
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Samstag, 9. januar 2010 6 09 /01 /2010 00:13
Sarcasm

Bleeding to death seems like a sarcastic little way of telling:
"I lost the essence of my life."
Drowning to death seems like a sarcastic little way of telling:
"I can't handle it any longer."
Suffocating to death seems like a sarcastic little way of telling:
"The pressure is too big."
Living to death seems like a sarcastic little way of telling:
"Oh, damn you - cowards! I'm alone here now."




Sarkasmus

Verbluten ist ein sarkastischer kleiner Weg um zu sagen:
"Ich habe die Essenz meines Lebens verloren!"
Ertrinken ist ein sarkastischer kleiner Weg um zu sagen:
"Ich kann es nicht mehr ertragen!"
Ersticken ist ein sarkastischer kleiner Weg um zu sagen:
"Der Druck ist zu groß!"
Leben bis zum Tod ist ein sarkastischer kleiner Weg um zu sagen:
"Ihr verdammten Feiglinge! Jetzt bin ich allein hier!"

von Ursu - veröffentlicht in: Gedanken - Community: gut ausgedrückt
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Ursu

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  • : Ein Bär, ziemlich einzelgängerisch. Programmiert Spiele um zu überleben und liebt es große Teile seines Lebens in den Weiten des Internet zu verbringen und dort tolle Leute kennenzulernen!
  • : männlich
  • : Deutschland Bayern

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